x

Kontakt

PROFIL-Fortbildungs GmbH
Georg Danisch
Hafenstraße 50 B
CH-8280 Kreuzlingen

T +41 (0) 71 / 671 12 26
M +41 (0) 79 / 925 11 13

info@profil-fortbildungen.ch

arrow white right Kontakt aufnehmen

Profil Fortbildungs GmbH bei Xing

Termine Toppic

Bild 2 November Blog

Deine Wirklichkeit ist nicht meine Wirklichkeit

Schmerzhaft ist die Erfahrung nicht verstanden zu werden.

Schmerzhaft ist die Feststellung, dass man mit der Einschätzung einer Situation fast alleine dasteht.

Schmerzhaft und verstörend ist die Erkenntnis, dass jede*r in ihrer/seiner eigenen Wahrnehmung und Wirklichkeit verhaftet ist.

In Partnerschaften, Beziehungen, Freundschaften, aber auch in Arbeitsbeziehungen und Teamkontexten können die unterschiedliche Wahrnehmung der Wahrheit, die verschiedene Realitätseinschätzung, sowie die vielzähligen Bewertungen von den gleichen Ereignissen zu Rissen und Spaltungen im Miteinander führen.

Oft helfen ein Gespräch, eine Klärung und der Abgleich der unterschiedlichen Wirklichkeiten. Wo gibt es Differenzen? Wo Überschneidungen? Und wo ist die Kluft der unterschiedlichen Wahrnehmungen so groß, dass sie kaum überbrückbar erscheint?

Die Reflexionsfähigkeit von allen Beteiligten ist gefordert. Der Blick durch die Brille des/ der anderen kann sehr hilfreich sein. Dies erfordert jedoch die Fähigkeit die eigene Betroffenheit, die eigene Sichtweise „hintenanzustellen“ und sich unvoreingenommen der anderen Brille zu nähern. Wenn dies jedoch so einfach wäre, gäbe es vermutlich weniger Konflikte, Zerwürfnisse, Trennungen im beruflichen, wie auch im privaten Bereich.

Je emotionaler die Situation, desto unverständlicher und oft auch unversöhnlicher wird die Gesamtsituation. Negative Emotionen, belastende Gefühle, Ängste, Befürchtungen legen genauso einen Schleier über unsere Betrachtungsweise, unsere „Brille“, wie euphorische Emotionen, Glücksempfinden, Ausgeglichenheit und Gelassenheit. Ein positiver Gefühls-Cocktail lässt uns durch eine rosarote oder himmelblaue „Brille“ schauen.

Wer kennt nicht diese rosarote Wahrheit des Verliebtseins? ALLES ist rosa, sogar die Wolken am trüben novembergrauen Himmel sind rosa eingefärbt…………………

Wer kennt nicht die schweren und melancholischen Gedanken, wenn sich der betonschwere graue Novemberhimmel über unsere Wahrnehmung schiebt ? Dann erscheint der kleinste Kritikpunkt des Partners, das gutgemeinte konstruktive Feedback der Schwester, das abgesagte Treffen mit einer Freundin ein Beweis für unsere grundsätzliche und alles umfassende Unfähigkeit zu sein….

Weniger „verkitscht“, aber nicht weniger emotional aufgeheizt geht es in Arbeitsbeziehungen und Teams zu. Da werden wir oft mit einer Wahrheit konfrontiert, die so gar nichts mit unserer eigenen Wahrnehmung der Wirklichkeit zu tun hat.

Der Kollege beschwert sich darüber, dass wir zu langsam und zu schleppend gearbeitet haben und erwartet ziel- und punktgenaueres Arbeiten. Wir selbst haben zuverlässig, genau und akkurat gearbeitet, haben nochmal alles überprüft, kontrolliert, waren mit dem Ergebnis unzufrieden und haben nochmals begonnen. Dies alles fokussiert, zielgerichtet und zügig. Die Wahrnehmung der Arbeitssituation, die Bewertung des „Endergebnisses“ ist sehr unterschiedlich. Bewertungen, bzw. Abwertungen können zu einem vehementen „Rechtbehalten wollen“, „Recht haben wollen auf die allein gültige Wahrheit“ führen und erschweren die Lösung des Konflikts.

Hier wäre ein Cut gut- eine Pause - um sich und seine eigene Wahrnehmung, Bewertung, Interpretation, die eigene(n) Wahrheit(en) zu überprüfen und zu reflektieren. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns emotional aus der Bahn werfen, Erfahrungen aus der Vergangenheit, Gefühle aus dem „Untergrund“, die uns einen objektiveren Blick auf die Situation verbauen. Oft sind diese Emotionen nicht greifbar, die „Trigger“ nicht ganz so leicht zu erkennen wie der vermeintliche November-Blues.

Selbstreflexion , der innere Dialog mit uns selbst, ermöglicht uns weiterführende Überlegungen anzustellen,  neue Perspektiven und Sichtweisen zu entwickeln und unsere gewohnten ( zum Teil liebgewonnen und/oder  verhassten) Denk- und Handlungsmuster zu überdenken. Weitere Handlungs- und Reaktionsalternativen können entwickelt werden.

Selbstreflexion kann durch Schreiben intensiviert und fokussiert werden.

Meiner Erfahrung nach eignet sich die Übung    Dialoge aufschreiben sehr gut um mit sich selbst und anderen ins Gespräch zu kommen, um Zusammenhänge aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrzunehmen, Fragen (an sich selbst oder andere) zu stellen und diese (sowohl die eigenen Fragen ,wie auch die anderen) besser verstehen zu können. Dadurch kann ich meine Wirklichkeit mit der Wirklichkeit anderer abgleichen, und mich dem bisher nicht „Wahrgenommen“, der Wirklichkeit des anderen annähern.

 

Übung:

Entscheiden Sie sich zunächst für eine Frage, die Ihnen wirklich am Herzen liegt. Wo verstehen Sie sich selbst oder jemand anderes nicht?

Schreiben Sie die Frage, die sich Ihnen stellt, auf.

Stellen Sie sich innerlich auf Ihre/n DialogpartnerIn ein. Stellen Sie sich auf eine andere Person, oder auf einen anderen Teil von Ihnen selbst ein. Seien Sie gespannt auf die Antwort. Es ist unwichtig, ob Ihnen die Antwort gefällt, wichtig ist vielmehr, dass Sie genau hinhören, dass Sie neugierig auf die Antwort des anderen sind.

Dann haben Sie die Möglichkeit Fragen zu stellen, nachzufragen, Argumente, Einwände vorzubringen.  Wichtig: Immer mit dem Gedanken der Verständigung!! Lieber einmal mehr nachfragen, als Vorwürfe und Schuldzuschreibungen formulieren.

Vielleicht kommt es schon beim ersten geschriebenen Dialog zu einer Annäherung oder auch schon zu einer Einigung.

Evtl. können Sie den Dialog nach einer gewissen Zeit auch nochmals aufnehmen. In der Zwischenzeit werden Sie sich vermutlich weiter intensiv mit Ihrer Fragestellung beschäftigen, so dass sich vermutlich konstruktive Lösungsmöglichkeiten einstellen. Lösungsideen könnten dann in einen weiteren geschriebenen Dialog mit einfließen.

(vgl.  Lutz von Werder, Barbara Schulte-Steinicke „Schreiben von Tag zu Tag – Wie das Tagebuch zum kreativen Begleiter wird“, Walter Verlag Mannheim 2010, S. 55-56)

Nehmen Sie sich die Zeit!

Bild November Blog 

„Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen,

der sie nutzen will.“ -Leonardo Da Vinci-

 

Und immer daran denken: Unser Gegenüber ist genauso in seiner Wahrheit und Wirklichkeit zu Hause wie wir selbst!!!!

Bleiben Sie neugierig auf die Ergründung Ihrer Wirklichkeit, aber auch auf die Wirklichkeit der Anderen!

 

Monika Danisch

November 2020
(Folgen Sie mir auch auf Instagram.)

Kontakt

PROFIL-Fortbildungs GmbH
Georg Danisch
Hafenstraße 50 B
CH-8280 Kreuzlingen

T +41 (0) 71 / 671 12 26
M +41 (0) 79 / 925 11 13

info@profil-fortbildungen.ch

arrow white right Kontakt aufnehmen

Profil Fortbildungs GmbH bei Xing

nach oben

Impressum  |  Datenschutzhinweise  AGB

© 2021 PROFIL-Fortbildungs GmbH Alle Rechte vorbehalten.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung damit zu verbessern.

Statistik-Cookies helfen Webseiten-Besitzern zu verstehen, wie Besucher mit Webseiten interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und gemeldet werden.

Folgende Cookies werden von Google Analytics gesetzt:
Cookie _ga:
Anbieter: www.profil-fortbildungen.ch, Ablauf: 2 Jahre, Typ: HTTP
Registriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.

Cookie _gat:
Anbieter: www.profil-fortbildungen.ch, Ablauf: 1 Tag, Typ: HTTP
Wird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken

Cookie _gid:
Anbieter: www.profil-fortbildungen.ch, Ablauf: 1 Tag, Typ: HTTP
Registriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

§